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Porto und Briefarten in Deutschland: Standard, Kompakt, Groß, Einschreiben

Standardbrief, Kompaktbrief, Großbrief, Maxibrief — die Einteilung folgt Format und Gewicht, nicht dem Inhalt. Dieser Überblick zeigt, welche Briefart wann greift, wie lange die Zustellung dauert und wann sich ein Einschreiben wirklich lohnt.

Aktualisiert im August 2026 · 6 Minuten Lesezeit

Hand wirft einen weißen Briefumschlag in einen Briefkastenschlitz

Die vier Briefarten im Inland

BriefartFormatMax. GewichtTypischer Inhalt
StandardbriefDIN lang, bis 5 mm dick20 g1–3 Blatt gefaltet
KompaktbriefDIN lang, bis 10 mm50 gbis ca. 8 Blatt
GroßbriefDIN B4/C4, bis 20 mm500 gungefaltete Unterlagen
Maxibriefbis 353 × 250 × 50 mm1000 gdicke Dokumentenmappen

Für den klassischen Schriftverkehr reicht fast immer der Standardbrief. Erst ab etwa vier Blatt inklusive Umschlag wird es knapp — dann greift der Kompaktbrief. Bei briefsende.de sind bis zu drei Seiten im Preis von 2,99 € enthalten, das Porto ist bereits eingerechnet.

Laufzeiten realistisch einschätzen

Für Inlandsbriefe gilt seit der Postrechtsreform 2025 ein gestreckter Zustellrahmen: Der Großteil der Sendungen erreicht den Empfänger am zweiten, nahezu alle am dritten Werktag nach Einlieferung. Samstage zählen als Werktage, Sonn- und Feiertage nicht. Wer eine Frist wahren muss, plant deshalb besser fünf Werktage Puffer ein.

Zusatzleistungen: Wann lohnt sich was?

  • Einwurf-Einschreiben: Der Zusteller dokumentiert den Einwurf in den Briefkasten. Günstigste Nachweisvariante, ausreichend für die meisten Kündigungen.
  • Einschreiben mit Übergabe: Der Empfänger quittiert persönlich. Nachteil: Ist niemand da, liegt der Brief in der Filiale — der Zugang kann sich verzögern.
  • Rückschein: Sie erhalten die Empfangsbestätigung im Original zurück. Sinnvoll bei hohem Streitwert.
  • Nachnahme oder Wertbrief: Nur für Geld- und Wertsendungen relevant, im normalen Schriftverkehr überflüssig.
Ein Einschreiben beweist den Zugang, nicht den Inhalt. Wer sicher gehen will, was im Umschlag lag, bewahrt zusätzlich die exakte PDF-Kopie des versendeten Schreibens auf.

Auslandspost

Für Sendungen ins Ausland richtet sich der Preis nach Zone und Gewicht. Innerhalb Europas liegt die Laufzeit meist bei drei bis fünf Werktagen, weltweit bei sechs bis zwanzig. Die Empfängeranschrift wird im Zielland-Format geschrieben, das Land in Großbuchstaben in der letzten Zeile.

Kosten senken, ohne Sicherheit zu verlieren

  1. Beidseitig drucken, um unter die Gewichtsgrenze zu kommen.
  2. Schriftgröße 11 statt 12 Punkt spart oft eine ganze Seite.
  3. Anlagen nur beilegen, wenn sie wirklich gebraucht werden.
  4. Einschreiben gezielt einsetzen, nicht pauschal für jeden Brief.
  5. Porto, Druck und Umschlag als Paket buchen, statt einzeln zu kalkulieren — der Online-Versand rechnet alles in einem Preis ab.

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