Kostenübersicht
| Position | Betrag |
|---|---|
| Notarielle Beurkundung (Musterprotokoll, 1 Gesellschafter) | ca. 60–110 € |
| Beglaubigung der Handelsregisteranmeldung | ca. 40–70 € |
| Handelsregistereintragung | ca. 150 € |
| Gewerbeanmeldung | 20–60 € |
| Stammkapital (empfohlen) | ab 500–2.000 € |
| Realistische Summe | ca. 300–450 € zzgl. Kapital |
Bei niedrigem Stammkapital sinken die Notarkosten, weil sich der Geschäftswert am Kapital orientiert. Das GNotKG sieht jedoch Mindestwerte vor, sodass die Gebühren nicht beliebig fallen.
Warum 1 € Stammkapital eine schlechte Idee ist
Formal genügt ein Euro. Praktisch entsteht damit sofort eine bilanzielle Überschuldung, sobald die erste Rechnung eingeht — Gründungskosten, Registergebühren und Beratung übersteigen das Kapital um ein Vielfaches. Empfehlenswert sind mindestens 1.000 bis 2.000 €, damit die Gesellschaft die Anlaufkosten selbst tragen kann.
Die Thesaurierungspflicht
Die UG muss jährlich 25 Prozent ihres Jahresüberschusses in eine gesetzliche Rücklage einstellen, bis das Stammkapital 25.000 € erreicht. Erst dann ist die Umwandlung in eine GmbH möglich — sie ist zulässig, aber nicht verpflichtend. Die Rücklage steht für Ausschüttungen nicht zur Verfügung.
Laufende Kosten
- Buchführung und Jahresabschluss: ab ca. 1.200 € pro Jahr
- IHK-Beitrag: ab ca. 30–150 € je nach Kammer und Ertrag
- Offenlegung des Jahresabschlusses: rund 50 €
- Bankkonto, Versicherungen, ggf. Lohnabrechnung
Die laufenden Kosten unterscheiden sich kaum von denen einer GmbH — die UG ist bei der Gründung günstiger, im Betrieb aber nicht.
Wann sich die GmbH mehr lohnt
Wenn Sie 25.000 € aufbringen können, spricht viel für die GmbH: bessere Außenwirkung gegenüber Banken und Großkunden, keine Thesaurierungspflicht, keine spätere Umwandlung mit erneuten Notarkosten. Die UG ist die richtige Wahl, wenn Kapital knapp ist und die Haftungsbeschränkung schnell stehen soll.
Nach der Eintragung
Nach der Eintragung folgen der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, die Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft und — falls Sie Personal beschäftigen — die Betriebsnummer. Vieles davon läuft schriftlich, und Fristen laufen ab Zugang des Briefes.
