Warum immer weniger Haushalte einen Drucker besitzen
Verträge, Bewerbungen und Behördenschreiben laufen zunehmend digital. Der Drucker steht monatelang ungenutzt herum, die Tinte trocknet ein, und genau dann, wenn ein wichtiger Brief ansteht, streikt das Gerät. Viele Haushalte haben den Drucker deshalb längst abgeschafft — und stehen vor der Frage: Wohin mit dem einen Brief, der doch auf Papier muss?
Die Optionen im Vergleich
| Option | Kosten pro Seite | Aufwand |
|---|---|---|
| Copyshop | 0,05 bis 0,15 € | Anfahrt, Wartezeit, USB-Stick oder E-Mail nötig |
| Stadtbibliothek | 0,10 bis 0,20 € | Oft Anmeldung, begrenzte Öffnungszeiten |
| Arbeitsplatz | kostenlos | Privatnutzung oft untersagt, Datenschutzproblem |
| Nachbarn oder Freunde | kostenlos | Abhängig von deren Gerät und Zeit |
| Online-Druckservice | ab ca. 3 € inkl. Versand | Kein Weg, kein Gerät, kein Papier nötig |
Der versteckte Aufwand des Selberdruckens
Der reine Druck ist nur der erste Schritt. Danach kommen Falzen, Kuvertieren, Adressieren, Frankieren und der Weg zum Briefkasten oder zur Filiale. Wer kein Briefpapier, keine Umschläge und keine Briefmarken im Haus hat, kauft ganze Packungen für einen einzelnen Brief. Realistisch liegen die Gesamtkosten eines selbst verschickten Briefs bei 2 bis 4 € — plus Zeit.
Datenschutz beim Fremddruck
Kündigungen, Arztbriefe oder Mahnungen enthalten sensible Daten. Auf dem USB-Stick im Copyshop, im Cache des Bibliotheksrechners oder im Spooler des Bürodruckers bleiben Kopien zurück. Wer vertrauliche Schreiben ausdrucken lässt, sollte fragen, wie der Anbieter mit den Daten umgeht — seriöse Online-Dienste löschen die Dokumente nach dem Versand.
Drucken und Versenden in einem Schritt
Am einfachsten ist die Kombination: Brief online schreiben, Empfänger eintragen, absenden. Der Dienstleister druckt das Schreiben, kuvertiert, frankiert und liefert es bei der Post ein — am selben Werktag. Sie brauchen weder Drucker noch Papier, Briefmarken oder einen Briefkasten in der Nähe.
