Welche Versandarten es gibt
Für Auslandsbriefe gilt grundsätzlich die Unterscheidung nach Gewicht und Format, nicht nach Inhalt. Ein Standardbrief bis 20 g reicht für zwei bis drei Blatt inklusive Umschlag. Alles darüber wandert in den Kompakt- oder Großbrief. Warensendungen und Pakete folgen eigenen Regeln und benötigen Zollinhaltserklärungen.
Laufzeiten realistisch einplanen
| Zielregion | Übliche Laufzeit |
|---|---|
| EU-Nachbarländer | 2 bis 4 Werktage |
| Übriges Europa | 3 bis 7 Werktage |
| Nordamerika | 5 bis 10 Werktage |
| Asien, Afrika, Südamerika | 7 bis 20 Werktage |
Fristgebundene Schreiben — Kündigungen, Widerrufe, Mahnungen — sollten Sie deshalb nie auf den letzten Tag legen. Rechnen Sie im Zweifel doppelt so viel Zeit ein wie die Regellaufzeit.
Adressformat: die drei Regeln
- Die Anschrift wird in der Sprache des Absenderlandes oder in Englisch geschrieben, das Bestimmungsland immer in Großbuchstaben und in Deutsch oder Englisch.
- Ort und Postleitzahl stehen so, wie es im Zielland üblich ist — in den USA etwa "Boston, MA 02108", in Großbritannien Ort und Postcode auf getrennten Zeilen.
- Keine Länderkürzel vor der Postleitzahl. "D-10115 Berlin" ist überholt.
Was nicht in den Auslandsbrief gehört
- Bargeld, Schecks, Edelmetalle und Schmuck.
- Warenproben ohne Zollinhaltserklärung außerhalb der EU.
- Originaldokumente ohne Kopie im eigenen Bestand.
Nachweis über die Zustellung
Ein Einschreiben ins Ausland ist möglich, die Sendungsverfolgung endet aber häufig an der Grenze des Bestimmungslandes. Für rechtlich heikle Schreiben empfiehlt sich zusätzlich der Versand per E-Mail als Vorabinformation — mit dem Hinweis, dass das Original postalisch folgt.
Online beauftragen statt selbst frankieren
Wer aus dem Homeoffice oder aus dem Ausland heraus einen Brief nach Deutschland oder von Deutschland in die Welt schicken will, spart sich mit einem Onlineversand den Weg zur Filiale: Text schreiben, Empfänger eintragen, bezahlen. Druck, Kuvertierung, Frankierung und Einlieferung übernimmt der Dienstleister.
